Leonce und Lena

von Georg Büchner

als Leonce

Regie: Robert Pienz

Elisabethbühne Salzburg

Entstanden 1836, postum 1838 in drei Teilen, dann 1850 erschienen
Uraufführung: 31. Mai 1895, München, Intimes Theater

Schauspieler: Ulrike Arp, Udo Freitag, Daniela Gnoycke, Karo Guthke, Klaus-Martin Heim, Christoph Kail, Charlott Kreiner, Nicolas Marchand, Jurek Milewski, Thomas Ritzinger, Verena Saake, Michael Schefts, Wiebke Scheschonka, Barbara Sonntagbauer, Maria Spanring
Prinz Leonce findet sich selbst nicht einmal interessant, geschweige denn irgend etwas um ihn herum. Sein Leben gähnt ihn an. Die Idee auszubrechen, verspricht Rettung. Mit Prinz Leonce zieht Valerio, verkommenes Subjekt und brillanter Denker, Spielraum, Parasit, Schiller und Mephisto. Hamlet en miniature mit seinem Hund, dem Philosophen.

Die innere Wüste ist endlos, die Welt bloß zwei Tagreisen weit. Das Leben als Reise ... Wie gern überfällt einen da das Gefühl - die Liebe! Und das Schicksal zieht die Fäden: Prinzessin Lena, auf der Flucht wie Leonce, ist die Einzige, die Wahre! Gemeinsam können sie die elende Vorbestimmung überwinden, sich und den andern befreien. Es scheint wenigstens so ...

Georg Büchners geniales Märchen von Liebe und Freiheit, von Sinn und Unsinn des Lebens, hat bequem in einer Hutschachtel Platz. Dem Theater ist mit diesem Stück ein Spiel ohne Grenzen geschenkt - die Komödie vom Dilemma der Existenz.
Michael Schefts (Links) als Leonce

Leonce: "Mensch, du bist nichts als ein schlechtes Wortspiel."

Valerio: "Und Sie Prinz, sind ein Buch ohne Buchstaben, mit nichts als Gedankenstrichen."

zurück